lunedì, marzo 06, 2006

Alkohol ist eine Lösung - I

Viola kannte keine Gnade. Sie lachte ihr fürchterlich ansteckendes Lachen und erzählte mir, dass sie schon eine Flasche von dem blauen Prosecco intus hätte (für denjenigen, der Viola zu dieser Zeit kannte, zumindest keine Überraschung) und ganz nebenbei, dass sie seit gestern wieder Single wär. Aha. Ich musste mich also geschlagen geben. Und wohl oder übel aus freundschaftlichem Mitgefühl und quasi schwesterlichem Zusammenhalt das Stamperl Jägermeister kippen, das sie mir vor die Nase hielt. Wäh.

Viola legte ein paar Jugenderinnerungen in ihr CD-Player-Radio-Gerät, wir erzählten uns die passenden "Weißt du noch, damals..." Geschichten und sie schenkte immer fleißig nach. Irgendwann kam ich dann tatsächlich auf den Geschmack. Dass muss schätzungsweise so zwischen dem 4. und 6. Kurzen gewesen sein. Denn jetzt war ich diejenige, die immer wieder nachschank, und plötzlich war ich voll in meinem Element. Es soll ja viele Frauen geben, die hysterisch werden, wenn sie trinken, und dann wie kleine Mädels kichern oder auch gern mal heulen. Wir beide waren da irgendwie immer schon ein wenig aus der Reihe geschlagen. Unsereins wurde einfach lustig und laut und schaffte es immer wieder Kerle unter den Tisch zu saufen. (Keine Angst, das hat sich mit dem Alter ein wenig verloren)

Als es dann einige Zeit später an der Tür klingelte, war die Flasche Jägermeister so gut wie leer und wir beide dafür voll wie noch nie. Im Eifer des Gefechts hatte ich ganz vergessen, dass der Mann mich abholen wollte: Schock! Wir waren eingeladen... Als ich vom Sofa aufstand, zeigte sich deutlich, dass man auf nüchternen Magen nicht trinken sollte, zumindest nicht, wenn man danach noch was vorhat.

Was dann folgte war ein Alptraum.
Ich schwankte das Treppenhaus runter, alles drehte sich, in alle möglichen Richtungen, puh, und ich konnte kaum einen Fuß vor den anderen setzen. Irgendwie hab ichs dann sogar bis zum richtigen Auto geschafft, und mich mit einem breiten "Hooolööö. Aaaals glaaaa?" auf den Beifahrersitz plumpsen lassen. Der Mann war begeistert.

Das eigentliche Drama begann allerdings erst im Haus der Gastgeberin. Wie immer waren wir zu spät dran, das heißt der Rest der unlustigen Geburtstagsgesellschaft, und das waren bestimmt zwanzig Leute, hatte schon gegessen. Ich musste mich am Arm vom Mann festhalten, versuchte so wenig wie möglich zu sprechen und anstatt auf Fragen mal so richtig los zulallen, besser nur debil zu grinsen. Das Essen musste ich ablehnen, da mir mittlerweile dermaßen schlecht war, dass ich schon beim Anblick des feinen Blumenkohlsüppchens mitten auf den niedlich gedeckten Tisch hätte kotzen können. Als dann der halbe Liter Jägermeister doch rauswollte, fand ich den Weg zum Klo nicht sofort und bin volle Kanne gegen ne Glasscheibe gerannt. (Die Feier war im Wintergarten)
Musste mich darauf bestimmt noch zwei mal ganz unauffällig übergeben - wenigstens bin ich nicht nochmal gegen die Scheibe gedonnert.


Bei der anschließenden Runde Tabu war ich immer noch voll wie ein Wiesel und der lustigen Partygesellschaft wohl ein bisserl zu direkt. Ich weiß, dass "Da wo den ganzen Tag Pornos laufen" keine züchtige Umschreibung für einen PayTV Channel ist. Aber der Rater hats sofort kapiert und seine Freundin damit seltsam verstört.

Ich bin da nie wieder eingeladen worden.

1 commento:

mirjam ha detto...

uiuiui...